Nachdem wir in Puno zwei Naechte geschlafen hatten, fraesten wir eines Vormittags (kann mich weder an Daten noch an Wochentage erinnern - ja, die Reisekrankheit) per Bus Richtung Copacabana am Titicacasee. Dabei ueberquerten wir die Grenze. Obwohl per Bus unterwegs, musste dies zu Fuss geschehen. Die suedamerikanische Buerokratie hielt sich in Grenzen, und so dauerten die ganzen Formalitaeten nur knapp eine Stunde.
In Copacabana angekommen bezogen wir Quartier im Hotel Cupula. Das gemaess Lonely Planet "schoenste Hotel von Bolivien" war wirklich supertoll. Es liegt auf einer kleinen Anhoehe und Ursina und ich konnten von unserem Zimmer (das einzige mit einem kleinen Balkon) das smaragdgruenblaue Wasser des Titicacasees bestaunen. Das eigentliche Highlight folgte am Abend. Ursina und ich kochten zum ersten Mal auf unserer Reise selbst. Wir kauften am Nachmittag auf dem Markt Lebensmittel ein (Pasta, Thun, Oliven, Tomaten, Gewuerze, etc.) und kochten dann am Abend. Da Philipp (Felipe I) auch in Town war, luden wir ihn zum Znacht ein. Ein tolles Wiedersehen.
Bald reiste Philipp (Felipe I) dann weiter gen La Paz und Ursina und ich besuchten die Isla del Sol inmitten des Sees. Die ganze Angelegenheit war zwar reichlich touristisch, trotzdem wanderten wir auf der Insel und verpassten fast das Schiff zurueck.
Bald hiess es dann wieder Rucksack packen und den Morgenbus gen La Paz schnappen. Da Philipp (Felipe I) uns bereits vorausgegangen war, reservierte er fuer uns ein Zimmer im Loki Hostel in La Paz. Dort teilen wir drei nun ein 5-er Schlag mit zwei Irinnen. Morgen gehts nun auf eine kleine Velotour, doch davon mehr im naechsten Blog.
Noch eine politische Bemerkung. Die ganze Diskussion um die anstehende Abstimmung zur Verfassung, welche mitte Januar stattfinden soll, spueren wir hier. Auf Haeuser und an Waenden finden sich Ja-Parolen und "Evo, du fuehrst uns zum Sozialismus" Slogans. So viel zum Thema. Ich war der Meinung, dass nach dem Zusammenbruch der ehemaligen Sowjetunion sowie dem wirtschaftlichen dahinstagnieren von Kuba das Thema Sozialismus als System eigentlich vom Tisch sei. Nicht hier. Hier wird lustig drauflos verstaatlicht - aber Evo, der seinen Ruecktritt ja bereits auf 2016 angekuendigt hat, der wird das schon machen. Statt in Bildung zu investieren und damit das Land voranzubringen, wird hier ein Sozialismus propagiert, der weder die grassierende Korruption im Land bekaempft, noch der Bevoelkerung mehr Sicherheit bringt. Aber Evo wird es bstimmt richten.
![]() |
| November Teil I (0816Ursina) |

2 Kommentare:
hallo! tönt jo super bi eu...kriaga gad heiweh...hoffa eu gfallts im loki...i hans cool gfunda döt nur hani selber nia döt gschlofa...hoffa aber min tipp isch nid ganz falsch gsi..jojo dia politisch situation...so a sach wo scho länger so goht...iar werdend denn au no hüser gseh wo mit anti-evo-sprüch vollgschmiart sind...das denn im regawald...i wünscha eu uf jedafall ganz viel spass und froia mi bald wieder biz zghöra woner gad unterwegs sind...cuidense
wieso lese ich eigentlich eure reisegeschichten? das deprimiert doch nur. tönt nach ordeli viel spass, hoffe das geht weiter so.
und du hast schon mit dem 9. wort deines gastblogs bewiesen, dass felipe II an der tastatur sitzt. nur du "fräsisch" mit einem bus durch südamerika ;-)
noch was zu den sozialisten. hast du den sozialistischen rutsch in der ganzen welt nicht mitbekommen? es wird verstaatlicht was das zeug hält. evo verstaatlicht die lukrativen wirtschaftszweige, die restliche welt die schulden der banken. liegt hier der wahre unterschied im sozialismus?
Kommentar veröffentlichen