In einer 10stuendigen Busfahrt erreichten wir zwei Tage spaeter Andahuaylas. Die Strasse war nicht besser in Schuss als ein holppriger Feldweg, doch wurden wir mehr als nur entschaedigt von der rauhen und wunderschoenen Landschaft. Andahuaylas ist ein enorm geschaeftiges Zentrum der Andenbevoelkerung, jedoch recht klein und nicht weiter speziell. Von da aus besuchten wir eine eine Festung der Chankas, welche spaeter von den Inkas erobert wurde. Alleine diese Ruinen zu erkunden, umgeben vom maechtigen Andengebirge und einer saftigblauen Berglagune machte dieser Tag zu einem waren Highlight.
Die weiteren 10 Stunden nach Cusco waren fuer mich wortwoertlich zum kotzen. Und zwar nicht, weils nicht schoen gewesen waere - ganz im Gegenteil. Aber eine Holpper-Fahrt (wir sind uns ja schon einiges gewohnt, aber das war wirklich der Spitzenreiter) ueber Berg und Tal mit einer Magenverstimmung ist wirklich nicht ein schoenes Erlebnis :-)
Cusco war einst die Hauptstadt des maechtigen Inka-Reiches. Leider sind aus dieser Zeit nur noch ein paar Mauern vorhanden, denn die Spanier haben wiedermal ganze Arbeit geleistet. Trotzdem ist dies fuer mich die schoenste Stadt Perus mit ihren vielen Kopfsteinplaster-Gaesschen, Steinhaeusern und Kirchen. Obwohl... die ganzen Heerscharen von Touristen muessten wirklich nicht sein.
Noch mehr davon waren auf dem weltberuehmten Machu Picchu anzutreffen. Der Weg dahin war muehsam, und zwar nicht wegen der mehr als 1500 Treppenstufen den Berg hinauf, sondern weil man schlimmer als eine Weihnachtsgans ausgenommen wird. Trotzdem verbrachten wir in der "verlorenen Stadt der Inka" ueber 5 Stunden. Es ist einfach Wahnsinn, was die Inkas errichtet haben! Dadurch, dass die ganze Anlage noch wunderbar erhalten ist, konnten wir unseren Gedanken freien lauf lassen, was hier alles haette sein koennen (man weiss naemlich bis heute nicht, was Machu Picchu im Reich der Inkas eigentlich war).
Unser naechstes Ziel hiess Arequipa, die zweitgroesste Stadt Perus. Der friedliche Charm der Stadt laed wahrhaft ein, den Tag zu geniessen... Speziell zu erwaehnen sind zwei Dinge, die wir gemacht haben: Ersten der Besuch des riesigen Monasterio de Catalina, einer architektonischen Perle, und zweitens vergnuegten wir uns mit dem neuen Bond :-)
An dieser Stelle muss ich mit Groll erwaehnen, dass es von all den Reisetagen zwischen Ayacucho und Arequipa keine Fotos mehr gibt. Mein teuer erstandenes Backup-System hat den Geist aufgegeben - und weg sind die Foettelis. Zum Glueck nicht die Erinnerungen.
Von da aus buchten wir eine Tour in den Colca Canyon, der mit 1200 Meter der zweittiefste der Erde ist. In den 3 Tagen wurden wir verwoehnt mit beeindruckenden Bildern, atemberaubenden Landschaften und interessanten Erzaehlungen. Wegen der bruetenden Hitze hatten wir etwas Respekt vor dem Aufstieg aus dem Canyon, war aber Dank Tagwach um 4 Uhr morgens nicht speziell anstrengend.
Unsere letzten Tage in Peru verbrachten wir in Puno am Lago Titicaca. Die Stadt selbst hat nichts zu bieten und die touristenueberfuellten Boote zu den nahegelegenen Inseln (auf denen man strickende Maenner sehen kann) wollten wir nicht besteigen. So sparten wir uns die Schoenheit des hoechstgelegenen beschiffbaren Sees fuer Bolivien auf - und wir sollten nicht enttaeuscht werden. Davon berichtet euch aber Philipp in seinem ersten Gastblog.
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| November Teil I (0816Ursina) |

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