el último...(0816 pHiL)

Volver
Mit dem Flugzeug ging es ueber Lima nach Guayaquil. Wie so ueblich erwartete mich dort eine Waerme und Luftfeuchtigkeit die einen umhaut. Dachte mir, schlimmer kann es gar nicht mehr werden. Wie ich mich doch irren konnte!
Die 9 Tage welche ich wieder auf der Finca und im Kinderheim verbrachte, waren nur so von erdrueckender Waerme und aeusserst hoher Luftfeuchtigkeit gepraegt. Sogar die Einheimischen beklagten sich ueber diese Hitze. Nicht mal die kalte Dusche abends brachte da die erhoffte Abkuehlung.

Es war ein Zurueckkehren mit riesiger Freude aber auch mit all den aufkommenden alten Gefuehlen und Erinnerungen sowie Freudentraenen. Gepraegt mit anfaenglichen Schwierigkeiten sich in der neuen Situation zurecht zu finden, welche in den vergangenen Monaten in und um die Fundation erfolgt ist. Vor allem fehlte mir Ursina an meiner Seite. Wunderbar war es die mir ans Herz gewachsenen Personen wieder zu sehen und natuerlich vor allem "meine" Kinder wie auch Fatima. Ach ist/war das ein mit keinen Worten beschreibbares Gefuehl. Die Freude und Reaktion auf meine Rueckkehr war bei den Niños y Niñas nicht minder wenn nicht noch groesser. Noch heute wenn ich an diesen Moment zurueckdenke wird es mir warm uns Herz und kriege Gaensehaut.
Die Zeit mit ihnen sowie meinen "estrellas" Pedro Manuel und Noe war traumhaft. Habe "meine" Kinder nur noch mehr in mein Herz geschlossen. Egal was in meiner Zukunft sein wird, sie werden immer einen Teil meines Lebens sein! Nicht zu letzt weil ich fuer Pedro Manuel als sein "Papa" gelte.

das war's nun...
Nun ist es also soweit, unglaublich aber wahr, meine Zeit in Suedamerika ist vorerst zu Ende. In knapp 48 Stunden werde ich nach einem Jahr wieder Schweizer Boden betreten. Die 365 Tage welche ich in Suedamerika verbringen durfte, waren atemberaubend, mit allen Hoehen und Tiefen, erlebnisreich, traumhaft, oftmals nicht in Worte zu fassen, voller Hoehepunkten, spannenden Eindrücken und praegend und und und und...
¡¡¡Te amo América del Sur!!!

Nos vemos en suiza. In dem Sinne el último abrazo de América del Sur!

Ich freue mich auf euch :-)

Euer Felipito

los últimos

el distrito de los lagos en chile (0816 pHiL)

wieder mal fliegen...
Ihr koennt euch gar nicht vorstellen welch ein Vergnuegen es war nach inzwischen ueber 400 Busstunden ein Flugzeug zu besteigen :-) Und schwupsdibubs in kuerzester Zeit eine grosse Distanz zu bewaeltigen. Ergatterte mir sogar einen Fensterplatz und so konnte ich den ganzen Flug nochmals Chile's atemberaubendes Patagonien sowie das Seengebiet bestaunen.
Mein Zielflughafen war das Staedtchen Puerto Montt. Ausser, dass es nur so von Unternehmungen wimmelt die Lachs in alle Ecken der Welt exportieren, zeichnet sich die Stadt in ihrem Verfall aus. So viele betrunkene Personen auf der Strasse habe ich in Suedamerika nirgends wie hier gesehen. Wenn wundert es, wenn ein Liter Wasser mehr kostet als eine Liter Bier :-( Verweilte dann auch nicht laenger in dieser haesslichen und mich traurig stimmenden Stadt.

Isla Chiloe und das Seengebiet von Chile
Am naechsten Tag ging es mit Bus und Faehre auf die Isla Chiloe. Diese besteht aus ueber 400 kleinen Inselchen und einer Hauptinsel. Auf letzterer landete auch ich und verbrachte dort drei wunderbare Tage. Wenn es mal nicht regnete, verbrachte ich die Zeit mit wandern in den welligen Huegeln und Sandduenen sowie in den dichten Waeldern.
Ein besonderes Erlebnis war mein Hostal, ein so genanntes Palafito. So werden die Haeusser genannt welche in den Pazifik hineingebaut werden, resp. groesstenteils auf diesem stehen. Einfach traumhaft wenn man nachts im Bett liegt und unter sich das Rauschen des Pazifiks hoert. Fuehlte mich wie ein Koenig und schlief jedesmals wie ein kleines Baby ;-) Irgendwie wollte man gar nicht von der Isla Chiloe weg jedoch nahm ich dann schweren Herzens Richtung Valdivia Abschied von dem fantastischen Hostal und der wunderschoenen Isla.

Valdivia ist fuer mich nach der Grossstadt Santiago die schoenste Kleinstadt Chile's mit ihrer alten Architektur, dem hippen Stadtleben. Sie ist umgeben von unendlich vielen Fluessen sowie Inseln mit ihren kleinen aber schoenen Straenden. Da diese Stadt Mitte dem 19 Jahrhundert von vielen deutschen Auswandern als ihr neue Heimat auserkoren wurde, gibts hier das beste Bier Suedamerikas und endlich mal wieder super feines dunkles Brot, mmmmmmmm war das ein Genuss und lecker ;-)

otra vez Santiago de Chile
Inzwischen bin ich in Santiago angekommen. Wie immer brennt die Sonne nur so runter und erfreue mich ab und an als Abkuehlung in den Hostal eigenen Swimmingpool springen zu koennen. Bevor es dann in 6 Tagen zurueck nach Ecuador geht, steht noch einiges auf dem Programm. Zum Beispiel: ausfuehrliche Stadtbesichtigungen, an den naheliegenenden Strand fahren, meine Chilenischen Freunde wieder treffen und wohl noch das eine oder andere Mal so richtig in den Suedamerikanischen legendaeren Ausgang gehen ;-)

März I

Wärme und Kälte (0816 pHiL)

Im Duo...
Schweren Herzens nahmen Roger und ich Abschied von Buenos Aires und erreichten nach einer 17-stuendigen Busfahrt Puerto Iguazu nahe der Brasilianischen Grenze. Dieser Ort ist der Ausgangspunkt zu den weltberuehmten Iguazu Wasserfaellen. An die tropische Hitze sollte ich eigentlich nun langsam gewoehnt sein aber Puerto Iguazu schlaegt einfach alles. Es war mehr als tropisch schon fast unertraeglich heiss. Die wuchtigen Wasserfaelle mit den eigenen Augen bestaunen zu koennen ist ueberwaeltigend und grandios! Natuerlich liessen wir es uns nicht nehmen und buchten eine Tour mit der man mit einem Boot unter den Wasserfaellen durchfahren sollte. Nun ja es kam dann ein wenig anders und vor allem wurden wir klitschenass. Es war irgendwie auch ein spannendes und erfrischendes Erlebnis ;-)

Kehrten dann nochmals ein Wochenende nach Buenos Aires zurueck bevor es nach Rosario und Cordoba ging. Rosario ist die Geburtsstadt von Che Guevara und der Argentinischen "Bandera" (Flagge). Unser letztes gemeinsames Wochenende verbrachten wir in Cordoba, der 2-groessten Stadt Argentiniens. Ja und dann hiess es ein weiteres Mal "Chao" zu sagen und von Roger Abschied zu nehmen. Wir hatten eine unvergessliche und sehr spannende Zeit in Buenos Aires und auf Reisen. Werde mich gerne daran zurueckerinnern. Nicht zu letzt auf Grund unseren legendaeren Ausgaengen. Voyage, voyage, Alanis, Robyn und September laesst gruessen, gell Roger ;-)

Die Schweiz in Argentinien
Ein weiteres Mal auf Solopfaden hiess mein naechstes Ziel Bariloche. Dieser Ort ist irgendwie ein Mix aus den Ferienorten St. Moritz, Gstaad, Zermatt und Leukerbad. Es war fast schon ein Heimkehren in die Schweiz. Und ihr glaubt es nicht, hier gibt es sogar eine Colonia Suiza wo fast nur ausgewanderte Schweizer leben. Mitunter aus diesem Grund ist Bariloche auch bekannt fuer seine Schokoladenproduktion. War schon kurlig tausende Kilometer von der Schweiz entfernt zu sein und sich trotzdem wie in der Schweiz zu fuehlen.

Patagonia de Argentina y Chile
Auf der beruehmt/beruechtigten Schotterstrasse "Ruta 40" ging es mit einer ueber 30-stuendigen Fahrt durch Argentiniens Patagonien bis nach El Calafate. Trotz der vielen Stunden im Bus war es eine erlebnisreiche, holprige und unvergessliche Fahrt. Die Landschaft welche man zu Gesicht bekamm war der Hammer! Einfach hunderte von Kilometern nur Felder, Seen und Berge - traumhaft.
80 Kilometer entfernt von El Calafate steht der blaeulich schimmernde Perito Moreno Gletscher. Einer der Superlative mit seiner Laenge von 30 Kilometer und Breite von 5 Kilometer. Als ich den Gletscher sah, fuehlte ich mich wie in einer anderen Welt. Fuer die Beschreibung dieser gewaltigen Naturschoenheit fehlen mir schlichtwegs die Worte.

Ein grosser Wehrmutstropfen von Patagonien in Argentinien und Chile ist, dass es absolut ueberteuert und aeusserst touristisch ist. Daher entschied ich mich eine ungewoehnliche Reisevariante zu waehlen. Dies vor allem um Geld zu sparen und so gut wie moeglich den grossen Touristenmassen aus dem Weg zu gehen. Dies hiess aber auch, dass ich fast jeden zweiten Tag die Grenze entweder nach Argentinien oder Chile ueberqueren musste. Dafuer verbrachte ich aber, im Gegensatz zu den meisten Touristen, auch einige Tage in abgelegenen Orten und durfte das einfache sowie harte Leben der Patagonesen kennen lernen sowie durch wunderbare Landschaften wandern. Nach diesem Laender und Grenzueberquerungs Zick-Zack traff ich in Puerto Natales (Chile) ein, dem Tor zum Nationalpark Torres del Paine. Dieser Park ist ein Mekka fuer alle Trekkingfans. Natuerlich montierte auch ich meine Trekkingschuhe und machte mich auf Entdeckungstour durch einen kleinen Teil des riesigen Parkes.

Am Rande der Welt
Als naechstes bereiste ich die Tierra del Fuego (Feuerland) und Ushuaia in Argentinien, die suedlichste Stadt unseres Planeten. Leider ist dies eine langweilige und eine stark touristisch gepraegte Stadt. Dafuer kann ich nun sagen, dass ich am Rande oder am Ende der Welt war sowie meine Fuesse brav in das saukalte Wasser gestreckt habe. So wurde der Zipfel von Suedamerika fuer einen kurzen Moment ein paar Zentimeter laenger ;-)

Inzwischen bin ich wieder in Chile und verbrachte nach den ganzen Trekkingtrips der vergangenen Wochen zwei erholsame Tage in Puntas Arenas. Dies war meine letzte Station in Patagonien. Landschaftlich ist Patagonien einfach umwerfend und wunderschoen. Leider auch mehr als touristisch, total ueberteuert, mit starken Windboeen von manchmal ueber 150 km/h und bitter, bitter kalt. Brrrrr, bin nun froh wieder in waermere Regionen von Chile zu reisen wo ich endlich wieder kurze Hosen sowie T-shirts tragen kann ;-)

últimas 30 dias
Wow wie schnell die Zeit vergeht. Nach einem Jahr in Suedamerika werde ich genau heute in einem Monat wieder in der Schweiz sein. Der Gedanke daran ist komisch wie auch speziell und bin gespannt wie es sein wird, nach 365 Tagen zurueckzukehren.
Aber zuerst geniesse ich nun noch meine letzten 2 Wochen in dem mittleren Sueden von Chile bis nach Santiago. Von dort aus werde ich dann nochmals nach Ecuador zurueckfliegen und einige Zeit auf der Finca wie auch im Heim mit den Ninos/Ninas von Ursina und mir verbringen.

Februar