Wärme und Kälte (0816 pHiL)

Im Duo...
Schweren Herzens nahmen Roger und ich Abschied von Buenos Aires und erreichten nach einer 17-stuendigen Busfahrt Puerto Iguazu nahe der Brasilianischen Grenze. Dieser Ort ist der Ausgangspunkt zu den weltberuehmten Iguazu Wasserfaellen. An die tropische Hitze sollte ich eigentlich nun langsam gewoehnt sein aber Puerto Iguazu schlaegt einfach alles. Es war mehr als tropisch schon fast unertraeglich heiss. Die wuchtigen Wasserfaelle mit den eigenen Augen bestaunen zu koennen ist ueberwaeltigend und grandios! Natuerlich liessen wir es uns nicht nehmen und buchten eine Tour mit der man mit einem Boot unter den Wasserfaellen durchfahren sollte. Nun ja es kam dann ein wenig anders und vor allem wurden wir klitschenass. Es war irgendwie auch ein spannendes und erfrischendes Erlebnis ;-)

Kehrten dann nochmals ein Wochenende nach Buenos Aires zurueck bevor es nach Rosario und Cordoba ging. Rosario ist die Geburtsstadt von Che Guevara und der Argentinischen "Bandera" (Flagge). Unser letztes gemeinsames Wochenende verbrachten wir in Cordoba, der 2-groessten Stadt Argentiniens. Ja und dann hiess es ein weiteres Mal "Chao" zu sagen und von Roger Abschied zu nehmen. Wir hatten eine unvergessliche und sehr spannende Zeit in Buenos Aires und auf Reisen. Werde mich gerne daran zurueckerinnern. Nicht zu letzt auf Grund unseren legendaeren Ausgaengen. Voyage, voyage, Alanis, Robyn und September laesst gruessen, gell Roger ;-)

Die Schweiz in Argentinien
Ein weiteres Mal auf Solopfaden hiess mein naechstes Ziel Bariloche. Dieser Ort ist irgendwie ein Mix aus den Ferienorten St. Moritz, Gstaad, Zermatt und Leukerbad. Es war fast schon ein Heimkehren in die Schweiz. Und ihr glaubt es nicht, hier gibt es sogar eine Colonia Suiza wo fast nur ausgewanderte Schweizer leben. Mitunter aus diesem Grund ist Bariloche auch bekannt fuer seine Schokoladenproduktion. War schon kurlig tausende Kilometer von der Schweiz entfernt zu sein und sich trotzdem wie in der Schweiz zu fuehlen.

Patagonia de Argentina y Chile
Auf der beruehmt/beruechtigten Schotterstrasse "Ruta 40" ging es mit einer ueber 30-stuendigen Fahrt durch Argentiniens Patagonien bis nach El Calafate. Trotz der vielen Stunden im Bus war es eine erlebnisreiche, holprige und unvergessliche Fahrt. Die Landschaft welche man zu Gesicht bekamm war der Hammer! Einfach hunderte von Kilometern nur Felder, Seen und Berge - traumhaft.
80 Kilometer entfernt von El Calafate steht der blaeulich schimmernde Perito Moreno Gletscher. Einer der Superlative mit seiner Laenge von 30 Kilometer und Breite von 5 Kilometer. Als ich den Gletscher sah, fuehlte ich mich wie in einer anderen Welt. Fuer die Beschreibung dieser gewaltigen Naturschoenheit fehlen mir schlichtwegs die Worte.

Ein grosser Wehrmutstropfen von Patagonien in Argentinien und Chile ist, dass es absolut ueberteuert und aeusserst touristisch ist. Daher entschied ich mich eine ungewoehnliche Reisevariante zu waehlen. Dies vor allem um Geld zu sparen und so gut wie moeglich den grossen Touristenmassen aus dem Weg zu gehen. Dies hiess aber auch, dass ich fast jeden zweiten Tag die Grenze entweder nach Argentinien oder Chile ueberqueren musste. Dafuer verbrachte ich aber, im Gegensatz zu den meisten Touristen, auch einige Tage in abgelegenen Orten und durfte das einfache sowie harte Leben der Patagonesen kennen lernen sowie durch wunderbare Landschaften wandern. Nach diesem Laender und Grenzueberquerungs Zick-Zack traff ich in Puerto Natales (Chile) ein, dem Tor zum Nationalpark Torres del Paine. Dieser Park ist ein Mekka fuer alle Trekkingfans. Natuerlich montierte auch ich meine Trekkingschuhe und machte mich auf Entdeckungstour durch einen kleinen Teil des riesigen Parkes.

Am Rande der Welt
Als naechstes bereiste ich die Tierra del Fuego (Feuerland) und Ushuaia in Argentinien, die suedlichste Stadt unseres Planeten. Leider ist dies eine langweilige und eine stark touristisch gepraegte Stadt. Dafuer kann ich nun sagen, dass ich am Rande oder am Ende der Welt war sowie meine Fuesse brav in das saukalte Wasser gestreckt habe. So wurde der Zipfel von Suedamerika fuer einen kurzen Moment ein paar Zentimeter laenger ;-)

Inzwischen bin ich wieder in Chile und verbrachte nach den ganzen Trekkingtrips der vergangenen Wochen zwei erholsame Tage in Puntas Arenas. Dies war meine letzte Station in Patagonien. Landschaftlich ist Patagonien einfach umwerfend und wunderschoen. Leider auch mehr als touristisch, total ueberteuert, mit starken Windboeen von manchmal ueber 150 km/h und bitter, bitter kalt. Brrrrr, bin nun froh wieder in waermere Regionen von Chile zu reisen wo ich endlich wieder kurze Hosen sowie T-shirts tragen kann ;-)

últimas 30 dias
Wow wie schnell die Zeit vergeht. Nach einem Jahr in Suedamerika werde ich genau heute in einem Monat wieder in der Schweiz sein. Der Gedanke daran ist komisch wie auch speziell und bin gespannt wie es sein wird, nach 365 Tagen zurueckzukehren.
Aber zuerst geniesse ich nun noch meine letzten 2 Wochen in dem mittleren Sueden von Chile bis nach Santiago. Von dort aus werde ich dann nochmals nach Ecuador zurueckfliegen und einige Zeit auf der Finca wie auch im Heim mit den Ninos/Ninas von Ursina und mir verbringen.

Februar

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