Auf den Spuren der Inka (0816Ursina)

In einem neuen Duo Ursina und Philipp ging's nun von Ica aus weiter ueber die peruanischen Anden. Die Region gehoert nicht zu den touristischen Hauptattraktionen des Landes und so durften wir eine unberuehrte Region entdecken. Begleitet von strahlendem Sonnenschein besuchten wir die erste Stadt Ayacucho und wurden von ihr durch das einzigartige Andenflair in ihren Bann gezogen.

In einer 10stuendigen Busfahrt erreichten wir zwei Tage spaeter Andahuaylas. Die Strasse war nicht besser in Schuss als ein holppriger Feldweg, doch wurden wir mehr als nur entschaedigt von der rauhen und wunderschoenen Landschaft. Andahuaylas ist ein enorm geschaeftiges Zentrum der Andenbevoelkerung, jedoch recht klein und nicht weiter speziell. Von da aus besuchten wir eine eine Festung der Chankas, welche spaeter von den Inkas erobert wurde. Alleine diese Ruinen zu erkunden, umgeben vom maechtigen Andengebirge und einer saftigblauen Berglagune machte dieser Tag zu einem waren Highlight.

Die weiteren 10 Stunden nach Cusco waren fuer mich wortwoertlich zum kotzen. Und zwar nicht, weils nicht schoen gewesen waere - ganz im Gegenteil. Aber eine Holpper-Fahrt (wir sind uns ja schon einiges gewohnt, aber das war wirklich der Spitzenreiter) ueber Berg und Tal mit einer Magenverstimmung ist wirklich nicht ein schoenes Erlebnis :-)

Cusco war einst die Hauptstadt des maechtigen Inka-Reiches. Leider sind aus dieser Zeit nur noch ein paar Mauern vorhanden, denn die Spanier haben wiedermal ganze Arbeit geleistet. Trotzdem ist dies fuer mich die schoenste Stadt Perus mit ihren vielen Kopfsteinplaster-Gaesschen, Steinhaeusern und Kirchen. Obwohl... die ganzen Heerscharen von Touristen muessten wirklich nicht sein.

Noch mehr davon waren auf dem weltberuehmten Machu Picchu anzutreffen. Der Weg dahin war muehsam, und zwar nicht wegen der mehr als 1500 Treppenstufen den Berg hinauf, sondern weil man schlimmer als eine Weihnachtsgans ausgenommen wird. Trotzdem verbrachten wir in der "verlorenen Stadt der Inka" ueber 5 Stunden. Es ist einfach Wahnsinn, was die Inkas errichtet haben! Dadurch, dass die ganze Anlage noch wunderbar erhalten ist, konnten wir unseren Gedanken freien lauf lassen, was hier alles haette sein koennen (man weiss naemlich bis heute nicht, was Machu Picchu im Reich der Inkas eigentlich war).

Unser naechstes Ziel hiess Arequipa, die zweitgroesste Stadt Perus. Der friedliche Charm der Stadt laed wahrhaft ein, den Tag zu geniessen... Speziell zu erwaehnen sind zwei Dinge, die wir gemacht haben: Ersten der Besuch des riesigen Monasterio de Catalina, einer architektonischen Perle, und zweitens vergnuegten wir uns mit dem neuen Bond :-)

An dieser Stelle muss ich mit Groll erwaehnen, dass es von all den Reisetagen zwischen Ayacucho und Arequipa keine Fotos mehr gibt. Mein teuer erstandenes Backup-System hat den Geist aufgegeben - und weg sind die Foettelis. Zum Glueck nicht die Erinnerungen.

Von da aus buchten wir eine Tour in den Colca Canyon, der mit 1200 Meter der zweittiefste der Erde ist. In den 3 Tagen wurden wir verwoehnt mit beeindruckenden Bildern, atemberaubenden Landschaften und interessanten Erzaehlungen. Wegen der bruetenden Hitze hatten wir etwas Respekt vor dem Aufstieg aus dem Canyon, war aber Dank Tagwach um 4 Uhr morgens nicht speziell anstrengend.

Unsere letzten Tage in Peru verbrachten wir in Puno am Lago Titicaca. Die Stadt selbst hat nichts zu bieten und die touristenueberfuellten Boote zu den nahegelegenen Inseln (auf denen man strickende Maenner sehen kann) wollten wir nicht besteigen. So sparten wir uns die Schoenheit des hoechstgelegenen beschiffbaren Sees fuer Bolivien auf - und wir sollten nicht enttaeuscht werden. Davon berichtet euch aber Philipp in seinem ersten Gastblog.

November Teil I (0816Ursina)

últimas dias...

Nach der Kueste Peru's ging es fuer uns in das Andenhochgebirge Cordillera Blanca. Diese Gebirgskette ist nach dem Himalaya die zweitgroesste Weltweit. Natuerlich hiess es auch hier fuer uns, das Wandern ist des Muellers Lust ;-) So machten wir uns eines Morgens von Huaraz Richtung der koenigsblauen Laguna 69 auf. Uff, war das ein Krampf mehr als 3 Stunden auf 4500 M.ue.M. hochzukraxeln, aber die Anstrengung hat sich mehr als gelohnt. Die Aussicht auf die nahen Gletscher, die Laguna 69 und die Gebirgsketten waren einfach traumhaft. Leider hatten wir das Pech, in der Regenzeit dort zu sein. Doch das Glueck war mit uns - wir wurden nur 4x mit Regen ueberrascht. Wie sehr einem der erklummene Hoehenunterschied von ueber 700 Meter zusetzen kann, erlebte Ursina am eigenen Leibe. Sie kaempfte waehrend dem Abstieg und der sehr holprigen Heimfahrt mit der Hoehenkrankheit. Zum Glueck ging es ihr nach kurzer Zeit wieder besser. Aber dies zu erleben ist wirklich kein Vergnuegen.

Nach ein paar Tagen in Huaraz und kleineren Wanderaktivitaeten reisten wir nach Lima weiter. Die Hauptstadt Perus ist eine faszinierende suedamerikanische Metropole. Die Gegensaetze ziehen sich hier nur so an: von auessert luxurioesen Wohn- und Touristengegenden bis zu Slums, wo's kein fliessendes Wasser und Strom gibt - es hat alles. Ganz ausser sich entdeckte Felipito, dass es hier auch einen Starbucks gibt. Da hiess es natuerlich sofort hin und mit seeligem Blick Kaffee schluerfen. Ach, war das ein Genuss und Gluecksgefuehl ;-) Es war auch wiedermal schoen die Vorzuege einer Grossstadt geniessen zu koennen und so nahm Ursina die Shoppingcenter etwas genauer unter die Lupe...
Nach 3 Tagen Lima durften wir Philipp ein weiteres mal als Temporaermitglied in "the club" begruessen. (Zur Erklaerung, so nennt er die Union Ursina & Felipito.) Natuerlich wurde das Wiedersehen abends mit Peru's Nationalgetraenk "Pisco Sour" begossen. Dieser besteht aus Pisco Schnaps, Limonensaft, Rohrzucker und zwei geschlagenen Eiweissen. Ein sehr spezielles Getraenk und wir waren uns alle einig, einmal und nie wieder.

Gemeinsam machten wir uns nach ein paar Tagen Lima nach Huacachina auf. Dies ist ein verschlafener Ort inmitten einer traumhaften Duenenlandschaft mit einer Oase (frueher war der Ort so bekannt, dass er sogar den Weg auf die Hinterseite der 50 Soles Note gefunden hat). Waehrend Philipp zwei Stunden Vierrad-Toeff (sorry, richtiger Name leider vergessen...) fahren ging, liessen Ursina und Felipito die Gelegenheit fuers Sandboarden in den Duenen nicht aus. War das ein Spass!!!! Verbunden mit einem traumhaften Ausblick auf die Duenen, der rasanten Fahrt mit dem Buggy und einem Sonnenuntergang - ein unvergessliches Erlebnis. Nach dem zweistuendigen Sandboarden, hatten wir kein Koerperstelle, die nicht mit Sand ueber-saett war und einige blaue Flecken blieben als Andenken ;-)

Am naechsten Tag hies es dann Abschied zu nehmen. Nach nun fast 7 1/2 Monaten gehen wir getrennte Wege. Wir durften zusammen eine wundervolle Zeit erleben, die uns enorm zusammenschweisste, uns zu Geschwister machte. Ohne die Unterstuetzung und Gegenwart des Anderen haetten wir wohl vieles nicht durchgestanden und freudige Momente nicht so gut teilen koennen.

Wir werden beide ab und an weiterhin hier auf dieser Seite ueber unser Erlebtes berichten und Foettelis aufschalten. Unser Abenteuer "0816" in Suedamerika geht, wenn auch auf getrennten Wegen, hier weiter.

November Teil I