el último...(0816 pHiL)

Volver
Mit dem Flugzeug ging es ueber Lima nach Guayaquil. Wie so ueblich erwartete mich dort eine Waerme und Luftfeuchtigkeit die einen umhaut. Dachte mir, schlimmer kann es gar nicht mehr werden. Wie ich mich doch irren konnte!
Die 9 Tage welche ich wieder auf der Finca und im Kinderheim verbrachte, waren nur so von erdrueckender Waerme und aeusserst hoher Luftfeuchtigkeit gepraegt. Sogar die Einheimischen beklagten sich ueber diese Hitze. Nicht mal die kalte Dusche abends brachte da die erhoffte Abkuehlung.

Es war ein Zurueckkehren mit riesiger Freude aber auch mit all den aufkommenden alten Gefuehlen und Erinnerungen sowie Freudentraenen. Gepraegt mit anfaenglichen Schwierigkeiten sich in der neuen Situation zurecht zu finden, welche in den vergangenen Monaten in und um die Fundation erfolgt ist. Vor allem fehlte mir Ursina an meiner Seite. Wunderbar war es die mir ans Herz gewachsenen Personen wieder zu sehen und natuerlich vor allem "meine" Kinder wie auch Fatima. Ach ist/war das ein mit keinen Worten beschreibbares Gefuehl. Die Freude und Reaktion auf meine Rueckkehr war bei den Niños y Niñas nicht minder wenn nicht noch groesser. Noch heute wenn ich an diesen Moment zurueckdenke wird es mir warm uns Herz und kriege Gaensehaut.
Die Zeit mit ihnen sowie meinen "estrellas" Pedro Manuel und Noe war traumhaft. Habe "meine" Kinder nur noch mehr in mein Herz geschlossen. Egal was in meiner Zukunft sein wird, sie werden immer einen Teil meines Lebens sein! Nicht zu letzt weil ich fuer Pedro Manuel als sein "Papa" gelte.

das war's nun...
Nun ist es also soweit, unglaublich aber wahr, meine Zeit in Suedamerika ist vorerst zu Ende. In knapp 48 Stunden werde ich nach einem Jahr wieder Schweizer Boden betreten. Die 365 Tage welche ich in Suedamerika verbringen durfte, waren atemberaubend, mit allen Hoehen und Tiefen, erlebnisreich, traumhaft, oftmals nicht in Worte zu fassen, voller Hoehepunkten, spannenden Eindrücken und praegend und und und und...
¡¡¡Te amo América del Sur!!!

Nos vemos en suiza. In dem Sinne el último abrazo de América del Sur!

Ich freue mich auf euch :-)

Euer Felipito

los últimos

el distrito de los lagos en chile (0816 pHiL)

wieder mal fliegen...
Ihr koennt euch gar nicht vorstellen welch ein Vergnuegen es war nach inzwischen ueber 400 Busstunden ein Flugzeug zu besteigen :-) Und schwupsdibubs in kuerzester Zeit eine grosse Distanz zu bewaeltigen. Ergatterte mir sogar einen Fensterplatz und so konnte ich den ganzen Flug nochmals Chile's atemberaubendes Patagonien sowie das Seengebiet bestaunen.
Mein Zielflughafen war das Staedtchen Puerto Montt. Ausser, dass es nur so von Unternehmungen wimmelt die Lachs in alle Ecken der Welt exportieren, zeichnet sich die Stadt in ihrem Verfall aus. So viele betrunkene Personen auf der Strasse habe ich in Suedamerika nirgends wie hier gesehen. Wenn wundert es, wenn ein Liter Wasser mehr kostet als eine Liter Bier :-( Verweilte dann auch nicht laenger in dieser haesslichen und mich traurig stimmenden Stadt.

Isla Chiloe und das Seengebiet von Chile
Am naechsten Tag ging es mit Bus und Faehre auf die Isla Chiloe. Diese besteht aus ueber 400 kleinen Inselchen und einer Hauptinsel. Auf letzterer landete auch ich und verbrachte dort drei wunderbare Tage. Wenn es mal nicht regnete, verbrachte ich die Zeit mit wandern in den welligen Huegeln und Sandduenen sowie in den dichten Waeldern.
Ein besonderes Erlebnis war mein Hostal, ein so genanntes Palafito. So werden die Haeusser genannt welche in den Pazifik hineingebaut werden, resp. groesstenteils auf diesem stehen. Einfach traumhaft wenn man nachts im Bett liegt und unter sich das Rauschen des Pazifiks hoert. Fuehlte mich wie ein Koenig und schlief jedesmals wie ein kleines Baby ;-) Irgendwie wollte man gar nicht von der Isla Chiloe weg jedoch nahm ich dann schweren Herzens Richtung Valdivia Abschied von dem fantastischen Hostal und der wunderschoenen Isla.

Valdivia ist fuer mich nach der Grossstadt Santiago die schoenste Kleinstadt Chile's mit ihrer alten Architektur, dem hippen Stadtleben. Sie ist umgeben von unendlich vielen Fluessen sowie Inseln mit ihren kleinen aber schoenen Straenden. Da diese Stadt Mitte dem 19 Jahrhundert von vielen deutschen Auswandern als ihr neue Heimat auserkoren wurde, gibts hier das beste Bier Suedamerikas und endlich mal wieder super feines dunkles Brot, mmmmmmmm war das ein Genuss und lecker ;-)

otra vez Santiago de Chile
Inzwischen bin ich in Santiago angekommen. Wie immer brennt die Sonne nur so runter und erfreue mich ab und an als Abkuehlung in den Hostal eigenen Swimmingpool springen zu koennen. Bevor es dann in 6 Tagen zurueck nach Ecuador geht, steht noch einiges auf dem Programm. Zum Beispiel: ausfuehrliche Stadtbesichtigungen, an den naheliegenenden Strand fahren, meine Chilenischen Freunde wieder treffen und wohl noch das eine oder andere Mal so richtig in den Suedamerikanischen legendaeren Ausgang gehen ;-)

März I

Wärme und Kälte (0816 pHiL)

Im Duo...
Schweren Herzens nahmen Roger und ich Abschied von Buenos Aires und erreichten nach einer 17-stuendigen Busfahrt Puerto Iguazu nahe der Brasilianischen Grenze. Dieser Ort ist der Ausgangspunkt zu den weltberuehmten Iguazu Wasserfaellen. An die tropische Hitze sollte ich eigentlich nun langsam gewoehnt sein aber Puerto Iguazu schlaegt einfach alles. Es war mehr als tropisch schon fast unertraeglich heiss. Die wuchtigen Wasserfaelle mit den eigenen Augen bestaunen zu koennen ist ueberwaeltigend und grandios! Natuerlich liessen wir es uns nicht nehmen und buchten eine Tour mit der man mit einem Boot unter den Wasserfaellen durchfahren sollte. Nun ja es kam dann ein wenig anders und vor allem wurden wir klitschenass. Es war irgendwie auch ein spannendes und erfrischendes Erlebnis ;-)

Kehrten dann nochmals ein Wochenende nach Buenos Aires zurueck bevor es nach Rosario und Cordoba ging. Rosario ist die Geburtsstadt von Che Guevara und der Argentinischen "Bandera" (Flagge). Unser letztes gemeinsames Wochenende verbrachten wir in Cordoba, der 2-groessten Stadt Argentiniens. Ja und dann hiess es ein weiteres Mal "Chao" zu sagen und von Roger Abschied zu nehmen. Wir hatten eine unvergessliche und sehr spannende Zeit in Buenos Aires und auf Reisen. Werde mich gerne daran zurueckerinnern. Nicht zu letzt auf Grund unseren legendaeren Ausgaengen. Voyage, voyage, Alanis, Robyn und September laesst gruessen, gell Roger ;-)

Die Schweiz in Argentinien
Ein weiteres Mal auf Solopfaden hiess mein naechstes Ziel Bariloche. Dieser Ort ist irgendwie ein Mix aus den Ferienorten St. Moritz, Gstaad, Zermatt und Leukerbad. Es war fast schon ein Heimkehren in die Schweiz. Und ihr glaubt es nicht, hier gibt es sogar eine Colonia Suiza wo fast nur ausgewanderte Schweizer leben. Mitunter aus diesem Grund ist Bariloche auch bekannt fuer seine Schokoladenproduktion. War schon kurlig tausende Kilometer von der Schweiz entfernt zu sein und sich trotzdem wie in der Schweiz zu fuehlen.

Patagonia de Argentina y Chile
Auf der beruehmt/beruechtigten Schotterstrasse "Ruta 40" ging es mit einer ueber 30-stuendigen Fahrt durch Argentiniens Patagonien bis nach El Calafate. Trotz der vielen Stunden im Bus war es eine erlebnisreiche, holprige und unvergessliche Fahrt. Die Landschaft welche man zu Gesicht bekamm war der Hammer! Einfach hunderte von Kilometern nur Felder, Seen und Berge - traumhaft.
80 Kilometer entfernt von El Calafate steht der blaeulich schimmernde Perito Moreno Gletscher. Einer der Superlative mit seiner Laenge von 30 Kilometer und Breite von 5 Kilometer. Als ich den Gletscher sah, fuehlte ich mich wie in einer anderen Welt. Fuer die Beschreibung dieser gewaltigen Naturschoenheit fehlen mir schlichtwegs die Worte.

Ein grosser Wehrmutstropfen von Patagonien in Argentinien und Chile ist, dass es absolut ueberteuert und aeusserst touristisch ist. Daher entschied ich mich eine ungewoehnliche Reisevariante zu waehlen. Dies vor allem um Geld zu sparen und so gut wie moeglich den grossen Touristenmassen aus dem Weg zu gehen. Dies hiess aber auch, dass ich fast jeden zweiten Tag die Grenze entweder nach Argentinien oder Chile ueberqueren musste. Dafuer verbrachte ich aber, im Gegensatz zu den meisten Touristen, auch einige Tage in abgelegenen Orten und durfte das einfache sowie harte Leben der Patagonesen kennen lernen sowie durch wunderbare Landschaften wandern. Nach diesem Laender und Grenzueberquerungs Zick-Zack traff ich in Puerto Natales (Chile) ein, dem Tor zum Nationalpark Torres del Paine. Dieser Park ist ein Mekka fuer alle Trekkingfans. Natuerlich montierte auch ich meine Trekkingschuhe und machte mich auf Entdeckungstour durch einen kleinen Teil des riesigen Parkes.

Am Rande der Welt
Als naechstes bereiste ich die Tierra del Fuego (Feuerland) und Ushuaia in Argentinien, die suedlichste Stadt unseres Planeten. Leider ist dies eine langweilige und eine stark touristisch gepraegte Stadt. Dafuer kann ich nun sagen, dass ich am Rande oder am Ende der Welt war sowie meine Fuesse brav in das saukalte Wasser gestreckt habe. So wurde der Zipfel von Suedamerika fuer einen kurzen Moment ein paar Zentimeter laenger ;-)

Inzwischen bin ich wieder in Chile und verbrachte nach den ganzen Trekkingtrips der vergangenen Wochen zwei erholsame Tage in Puntas Arenas. Dies war meine letzte Station in Patagonien. Landschaftlich ist Patagonien einfach umwerfend und wunderschoen. Leider auch mehr als touristisch, total ueberteuert, mit starken Windboeen von manchmal ueber 150 km/h und bitter, bitter kalt. Brrrrr, bin nun froh wieder in waermere Regionen von Chile zu reisen wo ich endlich wieder kurze Hosen sowie T-shirts tragen kann ;-)

últimas 30 dias
Wow wie schnell die Zeit vergeht. Nach einem Jahr in Suedamerika werde ich genau heute in einem Monat wieder in der Schweiz sein. Der Gedanke daran ist komisch wie auch speziell und bin gespannt wie es sein wird, nach 365 Tagen zurueckzukehren.
Aber zuerst geniesse ich nun noch meine letzten 2 Wochen in dem mittleren Sueden von Chile bis nach Santiago. Von dort aus werde ich dann nochmals nach Ecuador zurueckfliegen und einige Zeit auf der Finca wie auch im Heim mit den Ninos/Ninas von Ursina und mir verbringen.

Februar

Buenos Aires (0816 pHiL)

Wie beschreibe ich am Besten Buenos Aires damit ich nicht nur superlative verwende? Eine durchaus schwierige Herausforderung...
Buenos Aires ist eine der elektrisierendsten Staedte der Welt und es faellt einem schwer sich nicht in ihren Bann ziehen zu lassen. Gepraegt von europaeischer Architektur, atmosphaerischen Viertel, dem brummenden Nachtleben, arroganten, stolzen und doch freundlichen Einwohnern - das ist Buenos Aires. Es waere aber gelogen zu behaupten, dass nicht auch hier die Armut und die Abgruende einer Grossstadt in Suedamerika, sprich der 3. Welt zu spueren und zu sehen sind. Auch dies ist Buenos Aires und genau dies macht fuer mich diese wunderbare Stadt aus!

Mit Buenos Aires verbinde ich aber auch "Chao" zu sagen und unser Abenteuer "0816" in Suedamerika alleine weiterzufuehren. Zuerst musste ich mich von Felipe dos verabschieden und vor knapp 2 Wochen von Ursina. Welche zuerst nochmals nach Ecuador zu unseren Kindern ins Heim zurueckkehrte und nun bereits die ersten Tage in der Schweiz verbringt.
Irgendwie war es schon ein bedrueckendes Gefuehl zu wissen, dass Ursina alleine ins Heim zurueckkehren wird und dann in die Schweiz zurueckfliegen wird.
Gemeinsam haben wir unser Abenteuer "0816" geplant, gestartet und waren fast 10 Monate unzertrennlich, auch wenn zum Schluss Teils mit Unterbruechen, unterwegs. Daher fuehlte es sich zu Beginn komisch an nun "alleine, resp. ohne Ursina" in Suedamerika zu verbleiben. Vermisse dich und bin extrem stolz mit dir, Ursina, diese Zeit hier verbracht zu haben! Die Melancholie hat inzwischen aber der Freude, was in meinen verbleibenden 2 Monaten auf diesem Kontinent kommen wird, Platz gemacht.

Nun ist bei mir auch wieder die Zeit des Aufbrechens gekommen und das ist gut so. In ein paar Tagen heisst es dann ein weiters Mal "Chao" sagen und wieder meinen Rucksack zu packen sowie das gemietete Appartement in Buenos Aires als Vergangenheit zu betrachten. Zu Beginn werde ich gemeinsam mit Roger die Iguazu-Wasserfaelle bestaunen gehen. Was danach sein wird, weiss ich wie gewohnt nicht. Wohin mein Weg auch fuehren wird, bestimmt wird es wie bis anhin wunderbar.

In dem Sinne liebe Gruesse aus Buenos Aires, viel Vergnuegen mit den Photos y hasta pronto...

Januar Teil II

Anders als geplant...(0816 pHiL)

El fin de Bolivia
Im schweizerischen Quartett ging es von Sucre weiter nach Potosi. Dies ist die hoechstgelegene Stadt der Welt (4060 m.ue.M.). Der Reichtum und das Elend sind hier untrennbar mit den Minen des Berges "Cerro Rico" verbunden. Millionen von Arbeitern fanden bis heute unter den extrem harten und unmenschlichen Arbeitsbedingungen den Tod. Noch heute stirbt im Durchschnitt ein Bergarbeiter pro Tag. Nur die wenigsten Arbeiter, genannt Mineros, besitzen eine Gasmaske oder sonst irgendeine Art von Schutzkleidung. Im Durchschnitt dauert es 10 Jahre, bis ein Minero tödlich erkrankt. Die Lebenserwartung eines Arbeiters beträgt in etwa 45-50 Jahre. Obwohl Kinderarbeit in Bolivien offiziell verboten ist, arbeiten in der Mine noch heute über 700 Kinder von 9-14 Jahren oder jünger. Die Notwendigkeit der Kinderarbeit habe hier Priorität vor dem Gesetz!!! Auch vor Touristen wird die Kinderarbeit in keiner Weise vertuscht, im Gegenteil.
Auf Grund der erwaehnten unmenschlichen Bedingungen und meinen Problemen in dieser Hoehe richtig Atmen zu koennen, entschied ich mich die Minen nicht zu besuchen.

In Potosi traffen wir auch wieder auf Liss und Rob, das Australische Paaerchen, welches ich in Arequipa kennenlernte und wir in Sucre wiedergesehen haben. Gemeinsam machten wir uns auf nach Uyuni, der zum Glueck letzten Station in Bolivien. Dieses Land hat so viele wunderschoene Landschaften zu bieten aber die Art und Weise der Leute mit den Touristen umzugehen, verunmoeglicht es einem sich wohl zu fuehlen und laenger als noetig in diesem Land zu bleiben. Landschaftlich war Bolivien ein Highlight aber alles andere ist bedauerlich und ganz schnell zu vergessen! Leider...

Am naechsten Tag starteten wir unsere viertaegige Salar de Uyuni Tour. Los gings vollgepackt mit dem Jeep, unserem Guide und unserer Koechin. Diese Tour war einfach traumhaft und man sah von surrealen Salzflaechen, heissen Quellen, Geysire, farbenpraechtigen Lagunen, Vulkanen und Flamingos alles. Wir kamen von dem Staunen gar nicht mehr raus und alles war sooo faszinierend. Das Ende der Tour war auch gleichzeitig der Grenzuebertritt nach Chile.


Luxus pur - Chile
Nach fast 8 1/2 Monaten in den aermsten Laendern von Suedamerika erscheint einem Chile als Luxus pur und ein ganz schoen teures Pflaster. Kurlig aber in der Anfangszeit musste ich mich echt wieder an den Luxus und die ganzen Moeglichkeiten die damit verbunden sind gewoehnen. Erstaunlich wie man sich an die Einfachkeit und das Minimum zu haben gewoehnen kann und vorallem, dass einem gar nichts fehlt!

Nach ein paar Tagen Erholung von der Salar de Uyuni Tour und damit man sich wieder an die tropische Waerme gewoehnt, sollte es von San Pedro de Atacama direkt nach Salta (Argentinien) gehen. Aber oftmals kommt es doch anders als geplant. Da die naechsten 2 Wochen alle Busse nach Argentinien ausgebucht waren, musste ich mir einen Plan B ausdenken. Eigentlich wollte ich Chile nicht bereisen aber wenn ich nun schon mal hier war und nicht die geplante Route nehmen kann, entschied ich mich zuerst einen Halt in La Serenas (nobler Strandort im Norden von Chile) und dann weiter nach Santiago de Chile zu reisen.

So hiess es ein weiteres Mal von Ursina und Philipp Abschied auf Zeit zu nehmen. Daran sind wir uns ja schon gewoehnt und wie Philipp so gerne immer wieder sagt, hat dies auch was gutes. So koennen wir jedes Mal das Wiedersehen und den Abschied aufs Neue zelebrieren. Dies natuerlich mit reichlich Rotwein und einem feinen Essen, wenn schon denn schon ;-).

Der Norden und die Hauptstadt von Chile sind absolut sehenswert und landschaftlich wunderschoen. Insgesamt verbrachte ich ueber 2 1/2 Wochen in Chile und wenn es sich in meinen verbleibenden Monaten noch einrichten laesst, werde ich nochmals nach Chile zurueckkehren. Dieses Land ist extrem faszinierend und definitiv einen weiteren Besuch wert. Leider gibt es von der Zeit in Chile keine Photos mehr. Da Felipitochen aus Versehen alle Photos von dieser Zeit geloescht hat :-(

Argentina
Die naechste Station nach Santiago de Chile war Mendoza, das Weinmekka Argentiniens. Verbrachte sowohl Weihnachten wie auch Silvester hier und goennte mir die eine oder andere leckere Weinflasche. Am 1. Weihnachtsfeiertag wurde ich von meinen Australischen Freunden mit einem typischen Weihnachtsessen aus ihrer Heimat (Gans mit Kartoffelsalat) bekocht. Kurz vor Silvester stiessen dann auch Ursina und Philipp dazu. Unter anderem unternahmen wir zusammen eine ausfuehrliche Fahrradweintour. Velo zu fahren in der prallen Sonne mit ueber fast 35 Grad und nebenbei noch Wein zu degustieren ist nicht empfehlenswert ;-) Dementsprechend hatten wir alle nach dieser Tour nen kleinen oder auch groesseren Schwipps ;-).
Wie es sich natuerlich gehoert, haben Ursina und ich den letzten Tag im 2008 wuerdig beendet und gingen in der Naehe von Mendoza raften. War das ein superhammer geiler Tag und hat so unendlich Spass gemacht. Einfach genial!! Photos von dem Rafting folgen noch.

Buenos Aires - mi ciudad
Inzwischen bin ich nun bereits seit fast 3 Wochen in Buenos Aires. Zusammen mit Roger (einem Kollegen aus Zuerich) habe ich mir hier ein Appartement fuer einen Monat gemietet. Es ist wiedermal schoen sein eigenes Zimmer, Bad und Kueche zu haben. Dies nicht mit Anderen zu teilen und man sein kann ohne viel zu machen. Einfach genial!
Buenos Aires ist eine supercoole Stadt und vorallem mit seinen 15 Millionen Einwohnern riesig auch wenn es einem gar nicht so vorkommt. An den Lebensrythmus der Argentinier musste ich mich zuerst gewohnen aber inzwischen ist es ganz normal, dass man zwischen 22 und 24 Uhr das Nachtessen zu sich nimmt. Danach was trinken geht und erst so auf die 2 bis 3 Uhr in den Ausgang und dementsprechend morgens wenn die Sonne laengstens aufgegangen ist ins Bett kommt ;-)
Mehr zu Buenos Aires und entsprechende Photos demnaechst…

Hasta pronto...

Dezember Teil II & Januar Teil I

Solo, Adios Peru y Bienvenido Bolivia (0816 pHiL)

Solo
Die erste Station auf meinen Solopfaden fuehrte mich nach Arequipa, die weisse Stadt Peru's. Die wunderschoene Kolonialstadt ist umgeben von aktiven Vulkanen, heissen Quellen und Wuesten in groesser Hoehe. Fuehlte mich richtig wohl in dieser Grossstadt welche aber auf einen auch eher als Kleinstadt wirkt und verbrachte fast eine Woche dort. Arequipa war/ist fuer mich die schoenste Stadt Peru's. Da in der naehe der tiefste Canyon der Welt liegt, unternahm ich in diesem einen dreitaegigen Treekingtrip. Ein auesserst eindrueckliches wie auch mehr als anstrengendes Erlebnis im Canon del Colca.

November Teil II


Von Arequipa ging es fuer mich in das sehr touristische Cusco. Dies war einst die Hauptstadt der Inkas. Leider ist aber von diesem nicht mehr viel zu spueren und zu sehen. Es wimmelt nur so von Touristen und die Preise sind mehr als ueberteuert. Das Unterfangen "Besuch Machu Picchu", eines der sieben Weltwunder, treibt einen fast in den Bankrott. Jedoch vergisst man bereits beim ersten Schritt in die Anlage, das ausgegebene Geld und man kann nur noch Staunen. Es ist wirklich eine Wucht was die Inkas dort erbaut haben! Verweilte 8 Stunden in der "verlorenen" Stadt der Inkas und es wurde mir keine Minute langweilig. Das Staunen hoerte bis zum Schluss nicht mehr auf. Machu Picchu war atemberaubend - die folgenden Bilder sprechen fuer sich.

November Teil III


Adios Peru y Bienvenido Bolivia
Nach dem Machu Picchu war's an der Zeit Peru Chao zu sagen und Richtung Bolivien aufzubrechen. Meine Busfahrt nach Copacabana stellte sich als totales Desaster heraus. Anstatt 50 wurden ueber 90 Personen in den Bus gepfercht und man durfte seinen Sitz mit jemandem teilen. Uebermuedet, froh und entnervt kam ich mit ziemlicher verspaetung in Copacbana an.
Dieser Ort ist uebrigens der Namensgeber fuer den weltbekannten Strand von Rio de Janeiro in Brasilien. Copacabana liegt an dem leuchtenden saphirblauen Titicacasee welcher auf 3820 M.ue.M. liegt. Am naechsten Tag besuchte ich die naheliegende Isla del Sol. Die Aussicht auf der Wanderung vom Norden zum Sueden der Insel war traumhaft. Leider wurde das Bild der Insel ein wenig in Mitleidenschaft gezogen. Ohne boese Absichten habe ich einen alleine mitten im Weg stehenden Esel photographiert. Als ich weiterlief, sprang auf einmal eine alte Frau aus dem Gebuesch heraus und wollte Geld fuer das Photos. Als ich dies nicht geben wollte, versuchte sie mir meine Kamera aus den Haenden zu reissen. Da ihr dies nicht gelang, nahm sie ihren Stock und fing an auf mich einzuschlagen. Schleunigst machte ich mich daher aus dem Staub. Kaum als ich mich von diesem Schock erholt hatte, stand am Weg ein kleines Maedchen und wollte Bonbons. Da ich keine auf mir trug, ihr dies mitteilte und weiterlief, warf das Maedchen Steine nach mir. Sehr freundliche Inselbewohner!
Vom Schreck des Tages konnte ich mich bei dem selbstgekochten Nachtessen von Ursina und Philipp erholen. Ein wunderbares Wiedersehen mit Pasta und reichlich Wein ;-)

Die Regierungsstadt Boliviens, La Paz, war mein naechstes Ziel. Auf dem Weg dahin konnte ich ein weiteres Mal die Freundlichkeit der Bolivianer gegenueber Touristen kennenlernen. Da ich mit meiner einheimischen Bussitznachbarin nicht den Platz wechseln wollte, kam ihre Rache postwendend. Ihre dreckigen Finger (diese Frau ass ihr Glace mit den Haenden) wurden staendig an meinen Hosen abgeputzt. Als ich sie darauf aufmerksam machte, laechte sie mich nur dreckig an. Wirklich nette Leute diese Bolivianer!

Auf mich wirkte La Paz als eine unfreundliche, hektische und unsichere Stadt. Daher war ich froh als Ursina und Philipp mir nach La Paz nachreisten. Gemeinsam machten wir einen ganztaegigen Biketrip auf der "Most Dangerous Road in the World" von 4700 M.ue.M. hinab in den Dschungel. Beim Start hatte es sogar noch Schnee und beim Ende war man in den Tropen. Wie Philipp so gerne sagt, wirklich "grosses Kino" dieser Trip.

Inzwischen sind wir als Dreiergespann in Sucre, der eigentlichen Hauptstadt von Bolivien, angelangt und geniessen ein paar ruhige Tage. Diese Kolonialstadt ist einfach malerisch und laedt einen ein, nichts zu machen und einfach auszuspannen.

Es ist immer wieder schoen und bereichernd die Beiden auf meiner Reise durch Suedamerika zu treffen und einige Zeit gemeinsam zu verbringen. So schoen und wunderbar die gemeinsame Zeit ist, so sehr geniesse ich es dann wieder fuer eine Weile alleine unterwegs zu sein. Der gute Mix von Beidem macht es aus!

Gedanken zu Boliven
Es ist ein sehr spezielles Land welches auf dem direkten Weg zum Sozialismus wie in der ehemaligen Sowjetunion ist. Auf der einen Seite das Aermste wo ich bis jetzt gesehen habe auf der anderen Seite auch das wo gegenueber Touristen am unfreundlichsten ist. Die politische Situation ist auf Grund einer allfaelligen radikalen Verfassungsaenderung im Januar sehr angespannt. Dazu kommt es, dass der Praesident seine auslaenderfeindliche Meinung oeffentlich bei jeder Gelegenheit vertritt. Ansatzweise erklaert wohl dies die Abneigung der Bolivianer gegenueber uns Touristen. Dies macht es einem nicht einfach sich als Tourist in diesem Land Willkommen zu fuehlen.
Wiederum kriegt man in Sucre ein total anderes Bild von Bolivien und fuehlt sich richtig Willkommen und kann sich kaum vorstellen, dass dies das gleiche Bolivien ist welches man bis jetzt kennengelernt hat.

Habe ein gemischtes Gefuehl wenn ich an meine ersten Tage/Wochen in Bolivien denke aber hoffe, dass ich schlussendlich auch ueber dieses Land fast nur positives berichten werden kann.

¡hasta luego!

Dezember Teil I

Gastblog1 (0816Ursina)

So, eine Ehre. Der Club hat mir die Moeglichkeit einer Kolumne oder besser gesagt eines Gastblogs eingeraeumt. Gut. Ich versuche hier Ursina und Philipp (Felipe I) in nichts nachzustehen und berichte von meinen Eindruecken. Wie dies auf ausdruecklichen Wunsch von Ursina geschieht, beziehen sich die untenstehenden Schilderungen auf unsere Zeit in Bolivien.

Nachdem wir in Puno zwei Naechte geschlafen hatten, fraesten wir eines Vormittags (kann mich weder an Daten noch an Wochentage erinnern - ja, die Reisekrankheit) per Bus Richtung Copacabana am Titicacasee. Dabei ueberquerten wir die Grenze. Obwohl per Bus unterwegs, musste dies zu Fuss geschehen. Die suedamerikanische Buerokratie hielt sich in Grenzen, und so dauerten die ganzen Formalitaeten nur knapp eine Stunde.

In Copacabana angekommen bezogen wir Quartier im Hotel Cupula. Das gemaess Lonely Planet "schoenste Hotel von Bolivien" war wirklich supertoll. Es liegt auf einer kleinen Anhoehe und Ursina und ich konnten von unserem Zimmer (das einzige mit einem kleinen Balkon) das smaragdgruenblaue Wasser des Titicacasees bestaunen. Das eigentliche Highlight folgte am Abend. Ursina und ich kochten zum ersten Mal auf unserer Reise selbst. Wir kauften am Nachmittag auf dem Markt Lebensmittel ein (Pasta, Thun, Oliven, Tomaten, Gewuerze, etc.) und kochten dann am Abend. Da Philipp (Felipe I) auch in Town war, luden wir ihn zum Znacht ein. Ein tolles Wiedersehen.

Bald reiste Philipp (Felipe I) dann weiter gen La Paz und Ursina und ich besuchten die Isla del Sol inmitten des Sees. Die ganze Angelegenheit war zwar reichlich touristisch, trotzdem wanderten wir auf der Insel und verpassten fast das Schiff zurueck.

Bald hiess es dann wieder Rucksack packen und den Morgenbus gen La Paz schnappen. Da Philipp (Felipe I) uns bereits vorausgegangen war, reservierte er fuer uns ein Zimmer im Loki Hostel in La Paz. Dort teilen wir drei nun ein 5-er Schlag mit zwei Irinnen. Morgen gehts nun auf eine kleine Velotour, doch davon mehr im naechsten Blog.

Noch eine politische Bemerkung. Die ganze Diskussion um die anstehende Abstimmung zur Verfassung, welche mitte Januar stattfinden soll, spueren wir hier. Auf Haeuser und an Waenden finden sich Ja-Parolen und "Evo, du fuehrst uns zum Sozialismus" Slogans. So viel zum Thema. Ich war der Meinung, dass nach dem Zusammenbruch der ehemaligen Sowjetunion sowie dem wirtschaftlichen dahinstagnieren von Kuba das Thema Sozialismus als System eigentlich vom Tisch sei. Nicht hier. Hier wird lustig drauflos verstaatlicht - aber Evo, der seinen Ruecktritt ja bereits auf 2016 angekuendigt hat, der wird das schon machen. Statt in Bildung zu investieren und damit das Land voranzubringen, wird hier ein Sozialismus propagiert, der weder die grassierende Korruption im Land bekaempft, noch der Bevoelkerung mehr Sicherheit bringt. Aber Evo wird es bstimmt richten.

November Teil I (0816Ursina)